Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg


Projektgemeinschaft gegenseitiger, solidarischer Hilfen

Impressionismus

Der Impressionismus entstand ab ca. 1870 zunächst in Frankreich und dann ca. 20 Jahre später auch in Deutschland. Zeitgeschichtlicher Hintergrund waren der Deutsch-Französische Krieg von 1871, einschl. der Pariser Kommune und der Zerschlagung des 2. Kaiserreichs in Frankreich und in Deutschland die Reichsgründung. Daneben war die sich ausbreitende Industrialisierung ein bedeutender zeitgeschichtlicher Einfluss. Einer der ersten Vertreter des Impressionismus war Claude Monet (1840 – 1926).

Impression - Sonnenaufgang, 1873Waterloo Bridge, 1902
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Die Impressionisten entdeckten die einfache Natur. Die realistische Darstellung der Landschaft, die sie vor dem Motiv – en plein air – studierten. Ihr Standpunkt war zweifach begründet. Sie richteten sich gegen die akademische „durchstilisierte“ Form der Landschaftsdarstellung, die fast immer nur die Bühne zum literarischen Bildgeschehen abgab. Mit der Erhebung der Landschaft zum eigentlichen Sujet zeigt sich der Wille, nun die Natur unverfälscht und nicht mit den Augen irgendeiner Nutzung zu erfassen. Sie nehmen den Standpunkt eines unvoreingenommenen Forschers und Protokollanten ein. Der Versuch, das Wirkliche immer genauer wahrzunehmen und entsprechend darzustellen, wird gesteigert. Angeregt durch die Entwicklung der Fotografie, die optischen Forschungen und die Erfindung des Farbdruckes gelangten die Impressionisten zu der Erkenntnis, dass das Auge nichts anderes aufnimmt als Licht und Farberscheinungen. Gegenstände werden erst durch die Gehirntätigkeit aus den Lichtdaten zusammengesetzt. Nur die Konzentration darauf gewährleistet auch eine genaue Wahrnehmung und darauf folgend die unverfälschte Darstellung des Sichtbaren.

Um den Erkenntnissen gerecht zu werden musste auch mit der akademischen Malweise der Gegenstandsdarstellung in festgefügten Umrissen gebrochen werden. Die Künstler fertigten nun keine Skizzen mehr an, die im Atelier verarbeitet wurden. Sie malten das was sie sahen unmittelbar auf die Leinwand. Aus den Licht- und Farbblitzen entwickelten die Künstler ihre Malweise der Farbtupfer und kurzen Pinselwischern. Das Geflecht dieser flirrenden Farbspuren wirkte auf den Bildern zusammen und ergab erst im Rezipienten wieder die auch gegenständliche Vorstellung der Wirklichkeit. So ist Claude Monets Bild Waterloo Bridge die atmosphärisch bewegte Darstellung eines Motivs.


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