Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg


Projektgemeinschaft gegenseitiger, solidarischer Hilfen

Kubismus

Der Kubismus ist eine Bewegung der modernen Malerei und wurde in den Jahren 1907/08 von Pablo Picasso (1881 - 1973) mit dem Bild "Les Demoiselles d'Avignon" und George Braque (1882 - 1963) in konsequenter Weiterentwicklung der Malweise Paul Cézannes begründet. Beide Künstler beziehen sich mit ihrer Kunst auf eine Aussage Cézannes: "Alles in der Natur modelliert sich wie Kugel, Kegel und Zylinder. Man muss aufgrund dieser einfachen Formen malen lernen, dann wird man alles malen können, was man malen will." Die eigentliche kubistische Malmethode, den analytischen Kubismus, beschäftigt sich mit Formfragen, im Zentrum steht das Problem, wie sich die Dinge auf eine organisierte einfache geometrische Formen zurückführen lassen. Im synthetischen Kubismus (ca. 1912-1920) bezog Braque bedeutungsfreie Materialien wie Sand, Zeitungsausschnitte oder Holz und Buchstaben mit in seine Bilder ein. Es wurde also die Brücke zur Collage hin geschlagen.

Juan Gris: Portrait Pablo Picassos, 1912
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Als Standpunkt der Kubisten lässt sich ähnlich wie bei den Impressionisten bestimmen, dass sie als Protokollanten der Wirklichkeit mit der Aufmerksamkeit für das Wesentliche in der Wirklichkeit agierten. Ihre Perspektive ist jedoch, das Bestehende aus den Bausteinen der Wirklichkeit aus jeder Ansicht im Bild zu realisieren. Der Rezipient soll zugleich auf der Fläche das Gesamt der plastischen und sich bewegenden Figur erfahren können. Konsequent geht es den Künstlern auch um die Wahrnehmungserweiterung.

Die Grundformen Kugel, Kegel, Zylinder (in der Fläche: Kreis, Dreieck und Rechteck) wurden als Elemente angesehen, aus denen die Dinge bestanden. Ihre Anwendung ermöglichte es den Künstlern körperliches in mehrfacher Ansicht auf der Fläche abzubilden. Mit den Elementen experimentierte man sehr intensiv. Eine Folge davon war bald in der Konstruktion eigenständiger Erfindung von Wirklichkeit = Bildwirklichkeit. In der Fortführung der Pionierarbeit entstanden Bilder, in denen auch Zeitabläufe und Bewegungen in den starren Moment der Fläche des Bildes gebannt werden konnten.


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