
Am kommenden Freitag, den 4. Februar 2011, findet ab 15 Uhr eine sog. "Planungswerkstatt: Wohnen am Suttnerpark" in der Theodor-Haubach-Schule, Haubachstraße 55 statt. In dieser "Planungswerkstatt" soll zwischen den Investoren, BezirkspolitikerInnen und interessierten BürgerInnen über die künftige Gestaltung "de(s) Bereich(s) zwischen Max-Brauer-Allee, Holsten- und Suttnerstraße", also auch des ehemaligen Elekrtrolux-Geländes, gesprochen werden. Diese "Planungswerkstatt" wird im Auftrag des Investors Quantum AG von der D&K drost consult GmbH durchgeführt.
Die Veranstaltung wird zwar als "Bürgerbeteiligung" im Rahmen des Planungsprozesses für dieses Areal angepriesen, gleichzeitig aber steht schon von vorne herein fest, was dort von wem gebaut werden soll. In der Broschüre zur "Planungswerkstatt" heißt es dazu: "Ziel des Verfahrens ist es, in Form des offenen Planungsprozesses, eine städtebauliche Gesamtfigur zu entwickeln, die diesen wichtigen Standort definieren und nachhaltig prägen soll" (Hervorhebung vom Autor).
Gleichzeitig heißt es dort: "Für das ehemalige Electrolux-Gelände wurde bereits vorab ein bauliches Konzept erstellt, welches durch die Quantum Projektentwicklung GmbH in Auftrag gegeben wurde. Dieses sieht für den Bereich an der Max-Brauer-Allee und zum Bertha-von-Suttner-Park hin eine Wohnbebauung in Form eines fünfgeschossigen Gebäuderiegels (mit Gewerbeeinheiten im Erd-
geschoss) samt dreigeschossiger Hofbebauung vor" (Hervorhebung vom Autor).
Was ist an einem Planungsprozess offen, wenn bereits vorab fest steht, dass dort ein fünfgeschossiger Gebäuderiegel samt dreigeschossiger Hofbebauung entstehen soll? Vielleicht die Farbe der Außenwände?
Diese Veranstaltung ist unserer Auffassung nach eine Farce, da dort bloß so getan wird, als sollten die BürgerInnen, die Anwohnerinnen und Anwohner, an der Planung für das Gelände beteiligt werden. Aber nicht bloß, dass die wesentlichen Entscheidungen bereits getroffen wurden, macht diese Veranstaltung zur Farce. Es ist zusätzlich auch gar nicht geplant, dass bei dieser Veranstaltung eine Entscheidung über die künftige Gestaltung des Geländes getroffen wird. Vielmehr werden dort 4 Modelle vorgestellt, die von Architekturbüros wiederum im Auftrag der Quantum AG entwickelt wurden vorgestellt. Die Entscheidung, welches der 4 Modelle die Grundlage für die weitere Planung bilden soll, wird vielmehr von einer Jury getroffen, die sich aus VertreterInnen des Bezirks Altona, der Stadt Hamburg und den Investoren zusammen setzt. "Interessierte BürgerInnen" sind da nicht vorgesehen.
Wir werden auch zusammen mit der Initiative LUX & Konsorten dort hin gehen, um dort zum einen unsere Kritik an dem Verfahren und zum anderen unser Interesse am Elektrolux-Gelände zu äußern. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir dabei von möglichst vielen unterstützt würden.
Treffpunkt ist am Freitag, den 4. Februar um 14.45 Uhr vor der Theodor-Haubach-Schule, Haubachstraße 55.
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Die Zitate stammen aus der Broschüre: Planungswerkstatt Suttnerpark, hg. von der D&K drost consult GmbH, 2001. Die Broschüre kann hier eingesehen werden.