Dass ist ein derart arbeitsintensives Projekt wie die Fahrradselbsthilfe nicht zum Nulltarif arbeiten kann (außer für Aktive, Freunde usw.), ist auch den meisten Nutzerinnen und Nutzern der Werkstatt klar. Das wäre Ausbeutung und würde auch in Kürze ein Ende des Projektes bewirken. Immerhin muss ja die Raummiete plus Nebenkosten bezahlt werden. Mit der Bitte um eine Spende nach eigenem Ermessen (ähnlich wie die anderen Projekte) reagieren wir aber flexibel auf die individuelle finanzielle Situation der verschiedenen Nutzer und belohnen damit gleichzeitig Eigeninitiative und Interesse am Projekt.
Das heißt, wer bereit ist, selbst Hand anzulegen oder doch zumindest durch seine Anwesenheit bei der Reparatur einen gewissen Lernwillen bekundet, kann sein Rad für sehr wenig Geld wieder fahrbereit bekommen. Auch wer gebrauchte Fahrradteile zum Selbsteinbau sucht, kann sie bei uns zu einem Bruchteil des Neupreises erhalten. Verschenken können wir sie aber nicht, weil wir auch selber ständig damit arbeiten.
Wer Neuteile will, oder Verschleißteile, wie Ketten, Züge oder dergleichen braucht, den schicken wir zu einem der beiden Fahrradläden in unserer Nähe, zu denen wir guten Kontakt haben (keine Konkurrenz) und die uns auch gelegentlich Teile spenden und so unser Projekt unterstützen. Manchmal fragen uns Nutzer, welche Spendensumme wir denn für angemessen halten, dann sprechen wir eine Empfehlung aus. Andere haben vielleicht gerade kein Geld, sind aber auf ihr Rad angewiesen, auch ihnen verweigern wir nicht unsere Hilfe, auch weil dafür andere, die genug haben, entsprechend großzügig spenden, sodass insgesamt die Spenden in etwa die Raummiete und damit das Projekt tragen; und mehr brauchen wir ja nicht. Entsprechend groß ist auch die Dankbarkeit und Akzeptanz der Nutzer, was in vielen Gesprächen zum Ausdruck kommt.
HH, den 18. 9 08
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