Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg


Projektgemeinschaft gegenseitiger, solidarischer Hilfen

Warum wir jetzt Konsorten des LUX sind

Wir sind auf günstige Mietbedingungen angewiesen, damit wir unsere Projekte aufrecht erhalten können. Dies gilt insbesondere für den Umsonstladen. Mal genauer ausgedrückt: Wir sind auf Räume mit einer günstigen Gewerbemiete, die dauerhaft günstig bleibt, angewiesen. Wir hatten bisher günstige Mieten in unseren Räumen in der Stresemannstraße. Im April 2010 wurden diese erhöht und zwar bis an die Grenze dessen, was wir verkraften können. Nicht nur angesichts der um sich greifenden Aufwertung von Altona-Nord, gehen wir davon aus, dass auch in Zukunft neue Mieterhöhungen auf uns zukommen werden, zumal uns die SAGA bereits für dieses Frühjahr eine weitere deutliche Mieterhöhung für die Räume des Umsonstladens angekündigt hat. Sollte dies eintreten, dann müssten wir unter Umständen den Umsonstladen schließen. Hinzu kommt, dass wir gerade mit der Stadtteilwerkstatt ein neues Projekt aufbauen. Dafür benötigen wir in näherer Zukunft zusätzliche, neue Räume. Wenn wir uns nun hier in Altona-Nord umschauen, dann können wir so gut wie keine für uns geeigneten, vor allem auch von uns bezahlbaren Gewerberäume mehr entdecken.

Deshalb haben wir uns entschieden, der Initiative Lux & Konsorten beizutreten, die für das ehemalige Elektrolux-Gelände Ecke Max-Brauer-Allee / Holstenstraße günstige Gewerberäume fordert. Das Gebäude des 7500 qm großen Areals steht seit einigen Jahren leer und liegt ganz in der Nähe unserer Räume in der Stresemannstraße. Die von der Initiative geforderte niedrige Miete kommt uns entgegen, die Gebäude bieten ausreichend Platz, so dass auch wir darin ein paar Räume nutzen können. Dort könnte der Umsonstladen und die neue Stadtteilwerkstatt einziehen und es wäre auch noch genug Platz für weitere neue Projekte. Sie können sich melden, wenn Sie mit uns gemeinsam ein solches aufbauen wollen. Wir finden es auch sehr spannend, mit anderen Initiativen und Einzelpersonen die Gebäude gemeinsam und demokratisch zu verwalten.

Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Der neue Investor (Quantum AG) plant für das Areal den Bau von Wohnungen zu einem Mietpreis von 12,00 Euro / m2 Kaltmiete. Es ist sicherlich richtig, dass Hamburg bezahlbaren Wohnraum braucht. Würden an der Stelle Sozialwohnungen gebaut werden, dann würden wir nicht in Konkurrenz dazu treten und kein Interesse an dem Gelände äußern. Das geplante Projekt eignet sich nach unserer Auffassung aber nicht dazu, der Mehrheit der Wohnungssuchenden eine Perspektive zu bieten. Neuer Mietraum mit hohen Mieten wird, so lehrt die Erfahrung, dazu führen, dass die Mieten in der Umgebung auch steigen werden.

Wir fordern vom Bezirk Altona:

Erhalten Sie das ehemalige Elektrolux Gelände als Gewerbegebiet. Treten Sie in Verhandlungen mit der Lux & Konsorten Initiative und mit uns, mit dem Ziel, das Gelände für Initiativen, soziale Einrichtungen und Gewerbetreibende zu nutzen.

Wir bitten Sie, lieber Leser / liebe Leserin um Ihre Unterstützung.

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Seite zuletzt geändert: 02.02.2011 19:02 Uhr
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